Entscheidung vertagt

Einen ganzen Monat ist es jetzt her, dass ich zuletzt einen Artikel gepostet habe. Was ist geschehen?

Der aufmerksame Leser meines Twitter-Accounts wird von unserem Wochenende bei meinem Neffen gelesen haben. Dieses Wochenende hat uns sehr geprägt und auch unsere Entscheidung für oder gegen Kinder beeinflusst. Und das kam so…

LAG liebt Kinder und er ist auch der geborene Papi. Mir geht schon jedes Mal das Herz auf, wenn ich ihn vor allem im Umgang mit Kleinkindern sehe, da er wirklich weiß, diese zu nehme. Ich hingegen bin Kindern eher skeptisch gegenüber eingestellt, wie der aufmerksame Leser bereits bemerkt haben dürfte. Dennoch war LAG nie länger als ein paar einzelne Stunden mit Säuglingen zusammen. Ich schon, denn ich bin in einer Großfamilie aufgewachsen, daher weiß ich, dass Kinder eben nicht nur süß sind.

An diesem Wochenende bei meinem Neffen war LAG jedoch 48 Stunden am Stück mit einem Baby zusammen und hat mitgekriegt, wie anstrengend das ein kann. Und vor allem: Wie man sich selbst einschränken muss für eine gewisse Zeit, bis der Zwerg ein wenig eigenständiger ist.

Nach dem Wochenende habe ich ihn gefragt, ob dieses seine Entscheidung nun positiv oder negativ beeinflusst habe. Seine Antwort: “Beides!”

Bedeutet: Nach wie vor wünscht er sich unbedingt Kinder, dennoch sieht er nun auch, was mit einem Kind auf einen zukommt an Verantwortung. Daher haben wir lange diskutiert und sind zu der Entscheidung gekommen, dass wir den bisher angestrebten Termin, an Weihnachten die Pille wegzulassen, nochmal nach hinten verschieben.

Es wird also noch ein, zwei Jahre dauern, bis wir nun endgültig eine Entscheidung bezüglich Kindern treffen werden.

Was bedeutet das für den Blog? Daskönnt ihr hier am Sonntag in einer Woche lesen…

Ausschlafen

Am Sonntag war wieder so ein Tag: LAG und ich lagen bis 13 Uhr im Bett, haben geschlafen, geschmust, geliebt… und das ohne jegliche Störung von außen.

Das wäre mit einem Kind nicht mehr möglich. Vor kurzem meinte eine Mutter von zwei Jungs zu mir, sie stehe sonntags ca. um 7 Uhr morgens auf.

Ich bin wirklich kein Langschläfer – im Gegensatz zu LAG, der auch 36 Stunden am Stück schlafen würde, wenn man ihn nicht weckte. Ich frage mich ernsthaft, wie man nur freiwiliig auf so etwas Schönes wie Schlafen verzichten kann. Ich möchte wenigstens selbst bestimmen dürfen, wann und wie ich schlafe… und wie lange ich mit meinem Liebsten an einem Sonntag Morgen im Bett liegen bleibe.

Virtuelle Babys sind nix für mich

Also das virtuelle Baby hab ich schon wieder aufgegeben. War wohl doch nichts so meins. Zu statisch, alles hat sich wiederholt.

Nein, da stellt sich nicht die Frage, ob mir ein echtes Baby langweilig werden würde. Ist ja dann schlißelich mein. Und so ein Baby tut auch mal unvorhergesehene Dinge, schreit und lacht, riecht und stinkt usw. Es lebt einfach! So ist das etwas unspassig…

Pro: Das Kinderlachen

In meinem Artikel über das Pro und Contra vom Kinderkriegen habe ich verschiedene Argumente aufgeführt, die ich nun ausführen will. Heute:

“Kinderlachen ist unbezahlbar.

Das ist das Totschlagargument schlechthin, wenn es darum geht zu entscheiden, ob Kind oder eben kein Kind. Kinder machen Sorgen? Das Kleine ist krank oder quängelt? Das Kind könnte nerven? Aber wenn das Würmchen dich anlächelt, dann ist alles wieder vergessen!!!

Leute, es sind nur Kinder! Kleine egoistische Wesen, denen es nur um den eigenen Vorteil geht. ;-)

Naja, ich kann es schon nachvollziehen, dass man auf Kinder stehen kann: Auf das Strahlen in den Augen, auf das Lachen, Kichern und Quietschen. Und man lässt sich auch leicht anstecken, wenn ein Kind lacht.

Tja ja, die Hormone… schon erstaunlich, wie der Mensch auf sowas gepolt ist!

*ups* das sollte hier ja ein Pro-Baby-Artikel werden. Hm, heute wohl nicht in der Stimmung…

Contra: Man ist gebunden!

In meinem Artikel über das Pro und Contra vom Kinderkriegen habe ich verschiedene Argumente aufgeführt, die ich nun ausführen will. Heute:

“Mit Kindern ist man gebunden.”

Frei und ungebunden – so nennt man Singles, die sich nach niemanden richten müssen außer nach sich selbst. Bindet man sich an einen Partner, kann man sich mit diesem noch absprechen und seine Bedürfnisse erfragen.

Mit einem Kind hat man jedoch ein schutzloses Wesen an sich gebunden, dass sich zumindest in der ersten Zeit nicht anders ausdrücken kann als durch Schreien, wenn ihm was nicht passt. Das kleine Wesen ist komplett von einem abhängoig und an einen gebunden.

Gleichzeitig ist man selbst auch gebunden und zwar an die Bedürfnisse dieses kleinen Menschen. Nach ihm richtet sich der Alltag und auch die Wochenendplanung. Hat man keinen Babysitter, kann man auch nicht ausgehen.Spontanität geht dabei verloren.

Die Abhängigkeit eines Kindes wird man auch nicht so schnell wieder los, denn etwa 20 Jahre lang ist so ein Kind von seinen Eltern abhängig. Ein Kind bleibt immer in seinem Leben.

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